Gebühren für Kontoauszüge (Zwangsauszug)

So dürfte es schon vielen ergangen sein. Sie holen Ihre Kontoauszüge am Drucker nicht rechtzeitig ab und bekommen diese mit der Post nach Hause geschickt. Einige Banken lassen sich das gut bezahlen und so sind Gebühren bis zu 2 € möglich.

Dabei sind Banken laut Artikel 248 über die Informationspflichten bei der Erbringung von Zahlungsdienstleistungen dazu verpflichtet den Kontoinhaber in regelmäßigen Abständen über die Zahlungsflüsse auf seinen Konten zu informieren.

Nun hat das LG Frankfurt/Main am 08.04.2011 (AZ 2-25 O 260/10) in einer Klage der Landesverbände der Verbraucherzentralen gegen die Deutsche Bank entschieden, dass die Bank ihren Kunden keine Gebühren für Kontoauszüge abverlangen darf, die nicht auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden zugesandt wurden.

Verbraucherschützer sind jedoch der Meinung, dass die Banken ihre tatsächlich angefallenen Kosten für den Zwangsauszug dem Kunden berechnen dürfen. Dazu zählt z.B. das Briefporto von derzeit 60 Cent (Abhängig von der Anzahl der Auszüge und der resultierenden Größe des Briefes kann es auch mehr sein).

Viele Banken verlangen gar nichts für das Versenden der Kontoauszüge, andere lassen sich das Porto bezahlen. Es gibt aber immer noch eine Reihe Banken, die bei der Berechnung der Selbstkosten sehr großzügig sind. So gibt es auch heute noch Banken die bis zu 2 € für den Zwangsauszug verlangen. Den Kunden kann in diesem Fall nur geraten werden diese Gebühren von der Bank zurückzuverlangen oder die Bank zu wechseln.